Urania-Planetarium
 
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#Sternstunden online

Solange das Planetarium bis mindestens 19. April keine Veranstaltungen anbieten kann, informieren wir alle Sternfreund*innen an dieser Stelle über aktuelle Themen aus dem Weltall und über unseren Potsdamer Sternenhimmel.

 

Neuigkeiten auch auf unserer Facebook-Seite und auf Twitter.

 

Folge 8: Dort Draußen - 360°-Show des Planetariums Verkehrshaus Luzern (04. April 2020)

 

Folge 7: Bastelanleitung Sternbild Orion (1. April 2020)

Orion

 

Folge 6: Die Raumstation ISS am Himmel (31. März 2020)

 

Folge 5: Ein Rundgang durch das Planetarium (26. März 2020)

 

Folge 4: Sternbild Löwe am Abendhimmel (24. März 2020)

 

Folge 3: Von der Erde in den Kosmos - Eine Planetariumsshow der Europäischen Südsternwarte ESO (22. März 2020)

 

(Englisch mit deutschspr. Untertiteln!)

 

 

Folge 2: Astronomischer Frühlingsanfang (20. März 2020)

 

Um 4:50 Uhr kreuzt die Sonne heute den Himmelsäquator von Süden nach Norden. Für uns auf der Nordhalbkugel geht damit - astronomisch gesehen - der Winter zu Ende. Während wir den Frühlingsanfang feiern geht auf der Südhalbkugel der Sommer vorbei und der astronomische Herbst beginnt. Die Sonne steht von nun an bis zum 23. September über der Nordhalbkugel. 

 

 

Bild: Horst Frank, Wikimedia

 

Die Rotationsachse der Erde ist um 23 Grad gegenüber der Senkrechten geneigt. Dies ist der Auslöser für unsere Jahreszeiten und nicht - wie oft fälschlich angenommen - der unterschiedliche Abstand der Erde zur Sonne auf ihrer Umlaufbahn. Die Orientierung unserer Rotationsachse ist während eines Jahresumlaufs fest im Raum. Daraus resultieren über das Jahr hinweg unterschiedliche Einstrahlwinkel der Sonne auf die jeweiligen Hemisphären.

Während in den vergangenen sechs Monaten die Sonne also über der Südhalbkugel stand, kehrt sich die Situation nun um. Die Tage werden länger als die Nächte und die Sonne zieht jeden Tag - bis zur Sonnenwende am 21. Juni - immer höhere Bahnen am Himmel. Heute ist die Tageslänge genau gleich der Nachtlänge: Jeweils 12 Stunden. Daher nennen Astronomen diesen Tag "Frühlingstagundnachtgleiche".

 

Im ganzen Jahr gibt es eigentlich nur zwei Tage, an denen die Sonne genau im Osten aufgeht und im Westen untergeht: Die Frühlings- und die Herbsttagundnachtgleiche. Bis Sommersonnenwende am 21. Juni verschieben sich Auf- und Untergangspunkte nun Stück für Stück weiter Richtung Norden, um dann wieder umzukehren.

 

Die Tagundnachtgleichen wurden übrigens in einigen Kulturen gefeiert. Ein berühmtes Beispiel findet sich an der Maya-Pyramide "El Castillo" in Chichen Itzá: Der Schattenwurf der Sonne ergibt an diesem Tag ein aufregendes Schauspiel, das an eine sich bewegende Schlange - und wahrscheinlich an die mesoamerikanische Gottheit Quetzalcoatl - erinnert.

 

Schönen Frühlingsanfang allen Leser*innen!

 

 

Folge 1: Venus am Abendhimmel (19. März 2020)