Urania-Planetarium
 
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Himmelsbeobachtungen im Juni 2018

 

Der Sternenhimmel am 15.06. um 22:00 Uhr

2018_06_Sternenhimmel

Hans Ulrich-Keller - Kosmos Himmelsjahr 2018 - Kosmos Verlag

 

 

 

In diesem Monat passiert die Sonne die höchste Region ihrer Jahresbahn. Sie bewegt sich am 21.5. scheinbar vom Stier in das Sternbild der Zwillinge. Am selben Tag erreicht unser Stern den Sommerpunkt seiner Bahn. Es ist Sommersonnenwende und damit Beginn des astronomischen Sommers. Der längste lichte Tag des Jahres dauert knapp 17 Stunden und zum Mittag erreicht die Sonne 62 Grad Höhe über Potsdam.

Die Sonne sinkt in der Nacht nicht mehr sehr tief unter den Horizont, nur eine Tiefe von etwa 15 Grad wird erreicht. Das reicht nicht für ein Ende der astronomischen Dämmerung. Es wird damit nicht mehr ganz dunkel, die Zeit der Mitternachtsdämmerung ist da. Ein Blick an den Nordhorizont zeigt dieses Phänomen. Je weiter man sich auf der Erde nach Norden bewegt umso heller werden die Nächte („die Weißen Nächte von Sankt Petersburg“ sind ein bekanntes Beispiel), bis schließlich am Polarkreis die Sonne nicht mehr untergeht. Es ist Polartag. Bei uns beschränken sich die Beobachtungen des gestirnten Himmels auf etwa vier Stunden um Mitternacht. Trotzdem lohnt sich ein Blick an den Sternenhimmel.

Schon in der Abenddämmerung kann man helle Sterne wie, den rötlichen Arktur im Bärenhüter hoch im Süden sehen. Im Osten erkennt man die Wega an ihrem blau-weißen Licht. Sie ist der Hauptstern des Sternbildes Leier. Tief im Südosten fällt der rötliche Antares im Skorpion auf. Das vollständige Sternbild des Skorpions wird bei uns nicht sichtbar. Bei einer Urlaubsreise in den Süden oder einem Planetariumsbesuch lässt es sich dann aber in seiner ganzen Schönheit bewundern. In Richtung Südwest stehen noch die Frühlingssternbilder Löwe und Jungfrau mit den hellen Sternen Regulus und Spica. Fernrohrbeobachtern sei ein Blick nördlich von Spica empfohlen. Hier sieht man auch im kleinen Fernrohr eine ganze Reihe von extragalaktischen Nebeln. Es handelt sich dabei um eine Ansammlung von Galaxien, die man den Virgo-Haufen nennt. Uns trennen etwa 65 Millionen Lichtjahre von diesem Galaxienhaufen.

Im Norden erkennt man das Himmels-W, das Sternbild Kassiopeia, und in Zenitnähe den Großen Wagen (Sternbild Große Bärin).

 

Die Planeten im April

 

Merkur ist von Potsdam aus nicht zu beobachten.

 

Venus erscheint bereits kurz nach Sonnenuntergang, als heller „Abendstern“ am westlichen Himmel, wo sie für etwa drei Stunden zu sehen ist.

 

Mars bremst seine Bewegung ab, während er zu seiner Oppositionsschleife im Sternbild Schütze ansetzt. Seine Helligkeit steigt im Laufe des Monats um etwa eine Größenklasse, bleibt jedoch noch hinter Venus und Jupiter zurück.

 

Jupiter, im Moment zweithellster Planet am Nachthimmel, ist mit Einbruch der Dunkelheit im Südosten auffindbar. Seine Untergänge verfrühen sich um 2 Stunden auf 01:24 zu Monatsende.

 

Der Saturn ist die ganze Nacht zu sehen und erreicht am 27.06. seine Opposition im Schützen.

 

Uranus und Neptun sind nicht zu beobachten.