Urania-Planetarium
 
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Himmelsbeobachtungen im April 2018

 

Der Sternenhimmel am 15.04. um 22:00 Uhr

SH_04_2018

Hans Ulrich-Keller - Kosmos Himmelsjahr 2018 - Kosmos Verlag

 

 

 

In diesem Monat steigt die Mittagshöhe der Sonne um mehr als 10 Grad über Potsdam an. Die Tagbögen werden größer und die lichten Tage dementsprechend länger. Die längere Bestrahlung der Erde durch die Sonne führt auch zu einer immer stärkeren Erwärmung – der Beginn der warmen Jahreszeit ist nicht mehr aufzuhalten. Unser Tagesgestirn durchwandert im Laufe des Monats das Sternbild der Fische und tritt in den Widder ein.

Die Sommerzeit führt dazu, dass die Beobachtungen des Sternenhimmels weiter in die Abendstunden verlegt werden müssen.

Der Anblick des Nachthimmels hat sich gewandelt. Bereits nach der Abenddämmerung sind die Sternbilder des Frühlings im Süden und Südosten zu sehen. In südlicher Richtung glänzt Regulus, der hellste Stern des Löwen. Ihn trennen etwa 90 Lichtjahre von uns. Er ist ein sehr heißer Stern, der unsere Sonne in der Leuchtkraft um das 100fache übertrifft.

Tief im Südosten steht der Hauptstern der Jungfrau, die Spica. Sie strahlt 15000mal heller als die Sonne und ist 275 Lichtjahre von uns entfernt. Auch der Blick nach Osten zeigt einen sehr hellen Stern. Es ist Arktur im Sternbild Bootes, das auch Bärenhüter genannt wird. Seine Oberflächentemperatur ist geringer als die der Sonne. Er erscheint deshalb rötlich-gelb, hat in 36 Lichtjahren Entfernung als Roter Riese den 28fachen Sonnendurchmesser und die 200fache Sonnenleuchtkraft.

Im Westen gehen im Laufe der Nacht die Wintersternbilder vollständig unter, allein die Zwillinge sind noch etwas länger zu beobachten. In den frühen Morgenstunden gehen die Sommersternbilder Leier, Schwan und Adler im Osten auf. Die Große Bärin (Großer Wagen) erreicht den Zenit. Das W-förmige Sternbild der Kassiopeia durchläuft im Norden den tiefsten Punkt ihrer Bahn.

 

 

Die Planeten im April

 

Der Merkur zieht sich, nach kurzer Sichtbarkeit im März, wieder zurück und wird erst im August wieder sichtbar.

 

Die Venus, nach Sonne und Mond das hellste Gestirn im April, steht abends am Himmel. Ihre Untergangszeit verschiebt sich, im Laufe des Monats von ca. 21:30 auf 23:00 Uhr.

 

Der Mars ist in der zweiten Nachthälfte zu sehen. Sein Aufgang verschiebt sich weiter nach vorne, so dass er Ende des Monats ab ca. 1:30 Uhr zu sehen ist.

 

Der Jupiter geht früh auf und spät unter. Zu Monatsende ist er fast die ganze Nacht sichtbar.

 

Saturn ist in der zweiten Nachthälfte zu sehen, gegen Mitte des Monats beginnt er seine Oppositionsschleife.

 

Uranus und Neptun sind im April nicht sichtbar.