Urania-Planetarium
 
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Himmelsbeobachtungen im November 2017

 

Der Sternenhimmel am 15.11. um 22:00 Uhr

Sterne Nov

Hans Ulrich-Keller - Kosmos Himmelsjahr 2017 - Kosmos Verlag

 

 

Der Sternenhimmel im November

 

Die Sonne durchläuft in diesem Monat gleich drei Sternbilder. In das kleine Sternbild Waage ist sie bereits am 1.11. eingetreten. Am 23.11. erreicht sie den Skorpion, in dem sie aber nur knapp eine Woche verweilt. Am 29.11. erreicht sie den Schlangenträger. Dieses Sternbild wird zwar von der Sonne auf ihrer scheinbaren Bahn durchlaufen, es gehört aber nicht zum klassischen Tierkreis. Unser Tagesgestirn wandert im Laufe des Jahres nicht durch zwölf, sondern durch dreizehn Sternbilder.

Der abendliche Novemberhimmel zeigt deutlich den Wechsel vom Herbst zum Winter. Der lichte Tag wird zusehends kürzer. Am frühen Abend sind tief im Westen noch die Sterne Deneb, Wega und Atair zu sehen. Die Sommersternbilder verschwinden aber rasch.

Die erste Nachthälfte beherrschen die Herbststernbilder Pegasus, das als großes Viereck im Süden nicht zu übersehen ist, und daran anschließend die Sternkette der Andromeda, mit der berühmten Andromeda-Galaxie. Der herbstliche Himmel zeigt in der ersten Nachthälfte nur relativ lichtschwache Sterne, erst im späteren Verlauf der Nacht kommen nacheinander die prächtigen Wintersternbilder, mit ihren auffallend hellen Hauptsternen über den Osthorizont. Allen voran Kapella im Fuhrmann und Aldebaran im Stier. Im Stier fällt eine kleine Sterngruppe auf - die Plejaden, das Siebengestirn. Dieser offene Sternhaufen zeigt mit bloßem Auge betrachtet, sieben schwache Sterne. Erst im Fernrohr wird die ganze Pracht der Sternansammlung, die etwa 400 Einzelsterne enthält, sichtbar. Im weiteren Verlauf der Nacht kommen dann die Zwillinge Kastor und Pollux und der Orion mit den beiden hellen Sternen Beteigeuze und Rigel über den Horizont. Beide Sterne stehen an verschiedenen Stellen ihres Entwicklungsweges; während Rigel ein noch junger und heißer Stern ist, geht der rötliche Beteigeuze dem Ende seines Sternenlebens entgegen. Auch der hellste Stern des Himmels, der Sirius im Großen Hund, wird jetzt wieder sichtbar. Vervollständigt wird das Wintersechseck durch Prokyon im Kleinen Hund.

 

Die Planeten im November

 

Der Merkur gewinnt zwar an Abstand zur Sonne, ist am Abend jedoch trotzdem nicht zu sehen.

Die Venus verabschiedet sich langsam vom Morgenhimmel. Sie wandert von der Jungfrau in die Waage, die sie am 13. erreicht. Während sie am 1.11. noch um ca. 5:30 aufgeht, erscheint sie am 30. erst um 7:00 Uhr.

Mars, in der Jungfrau, hingegen geht immer früher auf und nimmt an Helligkeit zu.

Jupiter, im letzten Monat nicht zu sehen, macht in der Monatsmitte sein Comeback und geht gegen 6:00 Uhr in der Jungfrau auf. Am Morgen des 16.11. bieten Venus, Mars und Jupiter einen schönen Anblick: alle drei stehen sie in der Jungfrau, Jupiter und Venus nur 17‘ voneinander entfernt und die Sichel des abnehmenden Mondes gesellt sich auch dazu.

Saturn wandert vom Schlangenträger in den Schützen und beendet damit, etwa zur Mitte des Monats, seine Abendsichtbarkeit.

Uranus, im Sternbild Fische, ist von Einbruch der Dunkelheit bis spät in die Nacht sichtbar.

Neptun stoppt seine Bewegung im Wassermann und setzt sie anschließend rechtläufig fort. Er ist nur in der ersten Hälfte der Nacht sichtbar und geht immer früher unter.