Urania-Planetarium
 
Teilen auf Facebook   Teilen auf Twitter   Teilen auf Google+   Link verschicken
 

 

Himmelsbeobachtungen im Januar 2018

 

Der Sternenhimmel am 15.01. um 22:00 Uhr

Januar 2018

Hans Ulrich-Keller - Kosmos Himmelsjahr 2018 - Kosmos Verlag

 

 

Der Sternhimmel im Januar

 

Die Länge der lichten Tage nimmt langsam wieder zu. Bereits in der zweiten Januarhälfte ist die Zunahme deutlich zu spüren.Von allen Wintersternbildern ist wohl der Orion am leichtesten zu erkennen. Der Mythologie nach ist Orion ein Jäger und Krieger. Seine einprägsame Sternenfigur steht im Januar am Abend halbhoch im Süden. Ein heller, rötlicher Stern deutet die östliche Schulter an. Er heißt Beteigeuze. Der zweite helle Stern erster Größe soll den westlichen Fuß des Jägers andeuten. Er funkelt in einem bläulich-weißen Licht und heißt Rigel. Zwischen Beteigeuze und Rigel stehen drei Sterne auffällig in einer Reihe. Sie stellen den Gürtel des Orion dar. Tief im Südosten flackert unübersehbar der blau-weiße Sirius. Er ist der Hauptstern des Sternbildes Großer Hund. Mit -1,5 Größenklassen ist Sirius der hellste Stern am irdischen Himmel. Ein wenig höher als Sirius steht der gelbliche Stern Prokyon im Kleinen Hund. Blickt man senkrecht nach oben, so sieht man einen hellen, gelblichen Stern erster Größenklasse, die Kapella, Hauptstern des Fuhrmanns. Knapp südwestlich vom Fuhrmann ist der Stier beheimatet mit seinem orange-gelben Hauptstern Aldebaran) und den beiden offenen Sternhaufen Hyaden und Plejaden. Sie markieren das „Goldene Tor der Ekliptik“. Dem Stier folgen im Tierkreis die Zwillinge, die im Wesentlichen von zwei Sternenketten dargestellt werden. An den östlichen Enden beider Ketten stehen zwei helle Sterne, Kastor und Pollux. Die hellen Sterne Kapella, Aldebaran, Rigel, Sirius, Prokyon und Pollux bilden das sogenannte Wintersechseck, das wohl schönste Sternenfeld auf der nördlichen Hemisphäre.

 

 

Die Planeten im Januar

 

Merkur ist Anfang des Monats etwa zwischen 7:00 Uhr und 7:30 Uhr am Morgenhimmel zu sehen. Nach dem 10.01. zieht er sich jedoch wieder zurück.

 

Venus ist den Januar über nicht sichtbar.

 

Der Mars ist am Morgen zu sehen. Er geht etwa 03:30 auf, diese Zeit bleibt den ganzen Monat etwa gleich.

 

Jupiter gesellt sich, wie schon im Dezember, zu Mars. Er verfrüht seine Aufgänge im Laufe des Monats von ca. 4:00 Uhr auf 2:15 Uhr. Jupiter ist, nach dem Mond der hellste Punkt am Januarhimmel. Der Mond begegnet den beiden Planeten am 11. Januar im Sternbild Waage.

 

Nach 2 Monaten Pause ist auch Saturn wieder am Morgenhimmel zu erspähen. Ab dem 25.01. etwa 6:30 kann er wieder beobachtet werden.

 

Uranus steht allein am Abendhimmel und zieht sich immer früher zurück, Ende des Monats schon um Mitternacht.

 

Neptun-Fans müssen sich gedulden. Der äußerste Planet wird erst im Juli wieder zu beobachten sein.